Hinweis

Für dieses multimediale Reportage-Format nutzen wir neben Texten und Fotos auch Audios und Videos. Daher sollten die Lautsprecher des Systems eingeschaltet sein.

Mit dem Mausrad oder den Pfeiltasten auf der Tastatur wird die jeweils nächste Kapitelseite aufgerufen.

Durch Wischen wird die jeweils nächste Kapitelseite aufgerufen.

Los geht's

Tristan kommt

Logo https://webdoku.rbb-online.de/tristan-kommt

Amerika

Er schlummerte in der Erde der "Badlands", einer heißen Gegend in Montana, USA. Ein Forscher fand seine Knochen und buddelte sie aus. Nun reist der Riesen-Dino nach Berlin...




 






Zum Anfang

Craig Pfister - Paläontologe

verdient sein Geld unter anderem damit, Dinosaurier zu entdecken

0:00
/
0:00
Video jetzt starten
Zum Anfang
Wenn ein Knochen gefunden ist, heißt es graben und hämmern, um weitere zu finden, einen nach dem anderen. Dann gilt: vorsichtig pinseln. Die Knochen sind porös und können leicht zerbrechen. Einen ganzen T-Rex auszubuddeln dauert daher ziemlich lang - bei Tristan über zwei Jahre. 170 Knochen insgesamt finden die Forscher.
Die Arbeit lohnt sich: Der dänische Millionär Niels Nielsen wird auf das Skelett aufmerksam und schlägt zu. 
Zum Anfang

Nils Nielsen

Dänischer Unternehmer und Besitzer des T-Rex - der einen besonderen Namen bekommen soll

0:00
/
0:00
Video jetzt starten
Zum Anfang

Niels Nielsen

Er hat Tristan gekauft - weil die Gelegenheit günstig war. 
Hier klicken & er erzählt mehr.

Tristan

Nicht der Saurier - der menschliche Tristan. Namensgeber und Sohn von Niels. 

Hier lag Tristan begraben

Das etwa 66 Millionen Jahre alte Fossil stammt aus der berühmten Hell Creek Formation. Das ist eine Gesteinsformation, die Ablagerungen aus der Kreidezeit enthält und für ihre spektakulären Dinosaurierfunde bekannt ist.
 

Wo sind die anderen T.rex?

Insgesamt wurden fast 50 T-Rex-Skelette entdeckt. Hier geht's zur Karte der Fundorte.

Craig Pfister

Er hat das Skelett entdeckt. Und nicht nur das. Hier erzählt er mehr.

Wie sah es hier früher aus?

Die Wissenschaftler aus Berlin nehmen Proben aus dem Boden mit - sie hoffen so herauszufinden, wie es hier zu Tristans Zeit aussah.

Zum Anfang
T-Rex Tristan lebte in einer Flusslandschaft, umgeben von bunten, artenreichen Mischwäldern. Das wissen die Forscher, weil sie die Umgebung des Sauriers untersuchen. Kleinteile wie Sporen, Samenkapseln und Knochensplitter im Sediment können wertvolle Hinweise geben. Durch sogenannte Isotopenanalysen lassen sich dadurch Ökosysteme nachempfinden. Neben Tristan finden sie Fragmente von Bäumen, Sträuchern und Blüten. Dazu Fischschuppen und Reste von Krokodilen.
Saurier-Besitzer Nils Nielsen hat entschieden, den T-Rex nach Berlin ins Naturkundemuseum bringen zu lassen. Dort soll er erforscht und ausgestellt werden. Seine 170 Knochen müssen dafür von Montana nach Berlin transportiert werden.
Zum Anfang

Aufbau

Zum Anfang

Tristan - ein Berliner auf Zeit

Hier verbringt Tristan die nächsten Jahre. Das Naturkundemuseum in Berlin forscht und präsentiert den T-Rex. Das Skelett bleibt in Privatbesitz, erhält aber eine Inventarnummer des Museums. Mit MB.R.91216 ist dieser Tyrannosaurus-Fund für die Wissenschaft identifizierbar und die Daten zugänglich.

Marten Schöler

Sorgt dafür, dass Tristan gut aussieht.
Hier klicken & mehr erfahren.

Benedikt Esch

Muss den T-Rex perfekt in Szene setzen.
Hier klicken & mehr erfahren.

Uwe Moldrzyk

Bekommt den Auftrag vom Generaldiektor des Naturkundemuseums, alles zu organisieren.
Hier klicken & mehr erfahren.

Zum Anfang
Trotz aller Vorsicht beim Transport: Ein bisschen Schwund ist immer. Präparator Marten Schöle kümmert sich in Berlin deswegen um die kaputten Knochen. Keine leichte Aufgabe: Dieser Zahn alleine wiegt über ein halbes Kilo.
Der T-Rex hat eine enorme Beißkraft von ca. 50000 Newton. Jeder seiner Zähne wurde mit einem Druck von bis zu 5 Tonnen in die Beute getrieben. Im Vergleich: ein Tiger schafft 1500, ein Mensch gerade mal 1000 Newton.

Insgesamt müssen Marten und seine Kollegen 52 Schädelknochen präparieren und zusammenfügen.
Zum Anfang

Marten Schöle - Präparator

Hat nur noch 2 Monate Zeit um alle Knochen zu präparieren.

0:00
/
0:00
Video jetzt starten
Zum Anfang
Währenddessen: In der Charité in Berlin schieben Wissenschaftler Tristans Knochen in den CT. Mit Hilfe der Scans wollen sie herausfinden, ob Tristan krank war und woran er gestorben ist. Hier analysieren sie gerade das Gebiss und suchen nach Veränderungen in der Knochenstruktur.
Ihre Ergebnisse: Schwellungen am linken Unterkiefer deuten auf Infektionen oder einen Tumor hin. Der gegenüberliegende Oberkiefer weist Veränderungen an Zahnkronen und Wurzeln auf. Gut vorstellbar, dass die Infektion des Unterkiefers extrem schmerzhaft war und Tristan versuchte hatte, den Kiefer zu schonen.    
Zum Anfang

Ist der ganze T-Rex-Kopf angekommen?

Ausstellungsleiter Uwe Moldrzyk versucht den Überblick zu behalten

0:00
/
0:00
Video jetzt starten
Zum Anfang
Die Köpfe dampfen, was sind die nächsten Schritte? Tristans Schädel ist vollständig in Berlin angekommen, aber der Rest des Skeletts ist noch in den USA und lässt auf sich warten. Jetzt ist schon klar: Das wird extrem knapp. Wenn die Amerikaner nicht bis 16. November liefern, müssen Uwe Moldrzyk und sein Team die Ausstellungseröffnung im Dezember verschieben.

Und auch beim Podestbau geht es nicht weiter...
Zum Anfang

Benedikt Esch - Ausstellungsdesigner

Versucht das Podest für den T-Rex zu bauen.

0:00
/
0:00
Video jetzt starten
Zum Anfang

Ausstellung

Zum Anfang
Erleichterung: Tristans Knochen haben den Weg von der Hell Creek Formation ins Naturkundemuseum geschafft. Alle müssen nun anpacken damit bis zur Eröffnung das Skelett fertig zusammengeschraubt ist.
Mit 170 von etwa 300 Knochen eines T-Rex gehört Tristan zu den am vollständigsten erhaltenen Skeletten weltweit. Die über 60 Millionen Jahre Geschichte, die in den Knochen stecken, sind auch für erfahrene Dino-Forscher und Biologen eine große Nummer.
Zum Anfang

Uwe Moldrzyk - Ausstellungsleiter

Staunt über die riesigen Ausmaße von Tristan, jetzt, wo das Skelett aufgebaut wird.

0:00
/
0:00
Video jetzt starten
Zum Anfang
Nach oben scrollen
Nach links scrollen
Nach rechts scrollen
Nach unten scrollen

Große Beißer

Sein massiger Schädel war an das Reißen großer Beute angepasst. Mit seiner Beißkraft konnte der T-Rex Knochen und Panzer knacken. Zusätzlich hatten seine Zähne an der Innenkante Zacken - wie eine Säge schnitt er damit durch das Fleisch seiner Beute. Sein Gebiss erneuerte sich immer wieder: ähnlich wie bei Haien wuchsen die Zähne ständig nach. Hinter jedem Zahn standen im Kiefer bereits mehrere Folgezähne in verschiedenen Entwicklungsstadien bereit.

Dickschädel

Tristans Schädel ist 1,50 Meter lang und er ist eines der weltweit am besten erhaltenen Exemplare: Insgesamt 50 der 55 Schädelknochen wurden gefunden. Die Montage besteht jedoch nicht aus 50 sondern 47 Einzelteilen, denn nicht jedes Teil entspricht einem Knochen.

Wie sah ein T.rex aus?

Hat Hollywood die Saurier in Filmen gut dargestellt? Diplom-Geologe Heinrich Mallison hat da seine Zweifel.

Warum so schwarz?

Die schwarze Färbung des Skeletts lässt sich durch die Einlagerung von dunklen Pigmenten erklären. Diese stammen von Zerfallsprozessen, die unter Luftabschluss stattfinden, und von eingelagerten Tonmineralien. Letztere haben noch eine andere Auswirkung: Weil sie Wasser aufnehmen können und sich dabei ausdehnen, muss Tristans Skelett vor Feuchtigkeit geschützt werden.

Dinosaurier - nicht die Schlausten?

Paläontologe Johannes Müller antwortet

Zum Anfang
0:00
/
0:00
Video jetzt starten
Zum Anfang
Über fünf Jahre hat es von der Enteckung bis zur Ausstellung gedauert. Über 70 Leute waren in Berlin am Aufbau von Tristan beteiligt. Jetzt ist das uralte Dino-Skelett Tristan im Naturkundemuseum zu sehen.


Zum Anfang

Tiger

Das Fauchen eines Tigers steckt im T.rex Schrei.

Alligator

Auch Alligator knurren ist zu hören.

Wal

Der Atem des T.rex ist von einem Wal geklaut.

Baby Elefant

Hört man nicht sofort - aber das Quietschen eines Baby Elefanten ist auch in den T.rex Schrei gemischt.

Der T.rex-Schrei in Jurassic Park

Hier nochmal zum Nachhören. Erkennen Sie die drei Tiere, die dahinter stecken?

Zum Anfang

Schließen
Zum Anfang

Schließen
Vorher/Nacher Ansicht

Klicken Sie auf den Playbutton, um das Quartett zu vergleichen.

T.rex vs. heutige Raubtiere
Zum Anfang

Marten Schöler - Präparator

Sorgt dafür, dass Tristan gut aussieht.

0:00
/
0:00
Video jetzt starten
Zum Anfang

Uwe Moldrzyk - Projektleiter

Muss alles koordinieren.

0:00
/
0:00
Video jetzt starten
Zum Anfang

Benedikt Esch - Ausstellungsdesigner

Muss den T.rex perfekt in Szene setzen.

0:00
/
0:00
Video jetzt starten
Zum Anfang

Nielsen

Schließen
Zum Anfang

Tristan

Tristan, der Namensgeber

0:00
/
0:00
Video jetzt starten
Zum Anfang

Q&A Craig

Schließen
Zum Anfang

0:00
/
0:00
Video jetzt starten
Zum Anfang

Montana

Hier kommt auch Tristan her. Insgesamt wurden bisher 19 T.rex-Skelette entdeckt - mehr als in allen anderen Bundesstaaten.

North Dakota

Die Skelette von Wayne, Bownman und BHI6219007 wurden hier entdeckt.

Alberta

Auch in Canada wurden Knochen gefunden: in Alberta die zwei Skelette RTMP 81.12.1 und Black Beauty - durch die Versteinerung sind die Knochen schwarz geworden, daher der Name.

Saskatchewan

Hier wurde das T.rex-Skelett "Scotty" entdeckt.

New Mexiko

Hier wurden 10 Knochenteile eines T.rex-Skeletts gefunden.

Colorado

Hier wurden 10 Knochenteile von einem T.rex-Skelett entdeckt.

Utah

Hier wurden 26 Knochenteile eines T.rex-Skeletts entdeckt.

Wyoming

Hier wurden 1900 die ersten T.rex-Knochen entdeckt. Insgesamt bisher 6 T.rex-Funde

South Dakota

Hier wurde auch Sue gefunden, das bisher am besten erhaltene T.rex-Skelett. Sue wurde damals vom Aktionshaus Sotheby's für 8,4 Mio. Dollar verkauft. Insgesamt wurden hier 13 Skelette entdeckt.

Zum Anfang

Scrollen, um weiterzulesen Wischen, um weiterzulesen
Wischen, um Text einzublenden