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Tatort Berlin

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Tatort Berlin - Die Geschichte von Willi Kimmritz

Ein Kriminalfall aus den 40er Jahren - die Geschichte von Willi Kimmritz
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Ein unbekannter Mann streift seit Monaten durch die Wälder rund um Berlin. Immer wieder vergewaltigt er dort Frauen und raubt sie aus. Kaum jemand traut sich noch in den Wald.

Die damals 14-jährige Irmgard Beer scheint ihm ein passendes Opfer zu sein. Er spricht sie an...




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Irmgard Beer

begegnet dem Unbekannten am Waldrand von Birkenwerder

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Chaotische Zustände bestimmen Berlin nach dem Krieg.
Die Bürger hungern, viele sind obdachlos, nur wenige haben Arbeit. Um zu überleben wird gefeilscht, getrickst und geklaut. Auch der Schwarzmarkt floriert ...


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Viele Berlinerinnen und Berliner fahren, getrieben vom Hunger, auch ins Umland. Einige sammeln Beeren und Pilze, die meisten jedoch gehen "hamstern": Sie tauschen ihre letzte Habe gegen Essbares bei Bauern ein. Oft liegen die Höfe abgeschieden, der einzige Weg führt durch die Wälder...


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Am 17. Juni 1948 findet die Polizei eine Frauenleiche im Schmachtenhagener Forst. Auch sie wurde ausgeraubt und vergewaltigt.
Ist es derselbe Täter? Wird er wieder morden? Es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein...
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Fast wöchentlich schlägt der Unbekannte zu. In zwei Jahren vergewaltigt er 45 Frauen und ermordet vier. Unzählige Raubüberfälle gehen auch auf sein Konto.
Das Tatgebiet erstreckt sich von Nauen bis Eberswalde.
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Es fehlen geeignete Räume, genügend Telefone, Autos und Sprit.
Und das Personal ist schlecht ausgebildet: Jeder kann in dieser Zeit Polizist werden. Einzige Bedingung: er muss von der Besatzungsmacht als unbelastet eingestuft werden. So ermitteln auf einmal Elektriker, Bäcker oder Physiker gegen Verbrecher.

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Immer mehr Opfer trauen sich eine Aussage zu machen. Alle Frauen suchen dasselbe Foto aus der Verbrecherkartei aus.

Der Unbekannte hat nun ein Gesicht und einen Namen...
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Doch eines erschwert die Polizeiarbeit: Berlin ist unter den Siegermächten in Sektoren aufgeteilt.
Jede Dienststelle darf nur in ihrem Sektor tätig werden. Zusammenarbeit gibt es nicht. Willi Kimmritz braucht also bloß über eine Grenze zu wechseln und wäre nicht mehr zu fassen.
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Am 11. September 1948 haben einige Geschäfte wieder geöffnet und bieten ihre Waren an. So auch das Café Reichert in der Weddinger Badstraße. Unter den Gästen ist Willi Kimmritz. Bei Kaffee und bester Laune.

Zufällig schlendert Else Bäthke am Café vorbei. Sie ist eine Freundin des ersten Mordopfers und erkennt Willi Kimmritz.

Sofort informiert sie die Polizei.

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In dieser Zelle sitzt Willi Kimmritz bis zu seiner Verurteilung. Viel weiß man nicht über ihn.
Kimmritz ist das 14. Kind einer Berliner Arbeiterfamilie. Er bricht die Schule ab, wird früh straffällig - begeht Diebstahl, Hehlerei, Notzucht und schließlich Mord. 

Am 26. Juli 1950 um 06:00 Uhr morgens stirbt Willi Kimmritz, in der Richtstätte Frankfurt (Oder), unter dem Fallbeil.





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Warum Willi Kimmritz die Verbrechen beging - Frauen angriff, vergewaltigte und umbrachte - das wird nie abschließend geklärt. Ein Psychologe beschreibt ihn als voll zurechnungsfähig. Willi Kimmritz selbst sieht sich als Opfer der äußeren Umstände: seine Taten bereut er bis zum Ende nicht.
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Extra: Hinter den Kulissen

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