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Los geht's

sechsviertel

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Bislang drehte sich das Leben von Robert Harting maßgeblich um den Leistungssport. Im Sommer 2018 beendet Harting seine Karriere als Diskuswerfer und beginnt eine neue Lebensphase. Das Projekt Sechsviertel begleitet ihn auf diesem Weg. Dabei entstehen eine Webserie, eine TV-Doku und ein Kinofilm.

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Mti einer eineinhalbfachen Drehung beschleunigt der Werfer den Diskus. Dieser Ablauf lässt in sechs Viertel aufteilen. Ein geschlossener Kreis ist auch das Leben von Robert Harting nicht. Er bricht aus, eckt an und muss sich nun neu erfinden.

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Not Another Hero!

Robert Harting über seinen Anspruch an Sechsviertel

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Silvia und Guido Weihermüller stecken hinter Sechsviertel. Die Hamburger Filmemacher sind mit dem Thema Leistungssport bestens vertraut...

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Der Trailer zu "Ludwig / Walkenhorst - Der Weg zu Gold" (2016)

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... und begleiteten die Beachvolleyballerinnen Laura Ludwig und Kira Walkenhorst mit der Kamera bis zu deren Olympiasieg in Rio de Janeiro.

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Regisseur Guido Weihermüller erklärt die Idee hinter Sechsviertel.

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Vollbild

Wer kam auf die Idee, Hartings Karriereende zu begleiten?

Guido Weihermüller: Die Idee eines Filmprojekts kam von Robert. Er hat uns Ende März 2017 kontaktiert. Wahrscheinlich hat er unser damaliges Filmprojekt „DIE NORM“ verfolgt, aber ehrlich gesagt, weiß ich es gar nicht genau.

Silvia Weihermüller: Wir haben uns nach einem ersten Telefonat mit Robert und seinem Management in Berlin getroffen, um zu besprechen, welche Optionen es gibt und was allen Beteiligten bei einem möglichen Filmprojekt wichtig ist. Das war ein sehr offenes Gespräch. Robert ging es dabei darum, nicht ausschließlich auf seine Person zu fixieren, sondern den „Ausstieg“ als gesellschaftliches Thema zu betrachten.

Welche Hoffnungen und Erwartungen verknüpfen Sie mit diesem Projekt?

Silvia Weihermüller: Wir wünschen uns, dass möglichst viele Menschen das Projekt sehen, miterleben und mitfühlen, wie es einem Spitzensportler am Ende seiner Karriere ergeht. Robert verliert das, was er am besten kann, was er liebt und die meiste Zeit seines Lebens gemacht hat. Dass er uns und die Zuschauer daran teilhaben lässt, finden wir sehr mutig von Robert.

Guido Weihermüller: Spitzensportler leben ein sehr extremes Leben. Alles ist nur auf Erfolg und messbare Leistungen ausgerichtet. Am Karriereende fallen sie aus dieser Maschinerie heraus, werden nicht mehr benötigt und müssen sich eine neue Identität suchen. Etwas, dass ihrem Leben einen neuen Sinn gibt und mit dem sie glücklich werden können. Vielleicht gelingt es uns mit dem Film „die Blase Spitzensport“ – wie Robert es immer nennt – besser zu verstehen und dem Thema "Dropout" eine gesellschaftliche Beachtung zu geben. Robert ist mit seinem Ausstieg quasi Stellvertreter für viele andere Menschen, die einen großen Lebensabschnitt beenden müssen.

Kannten Sie Robert Harting schon zuvor?

Silvia Weihermüller: Nein, zumindest nicht persönlich. Natürlich wussten wir vorher, dass es den Diskuswerfer Robert Harting gibt: Der, der sein Shirt zerreißt, kein Blatt vor den Mund nimmt, mehrfacher Weltmeister und Olympiasieger war. Auch das von den Medien hochstilisierte Bruderduell war uns bekannt. Uns interessierte aber von Anfang an der Mensch Robert Harting und den kennt ja kaum jemand.

Wie läuft die Zusammenarbeit mit Harting?

Guido Weihermüller: Robert ist sehr feinfühlig, sensibel und reflektiert. Wir sprechen viel über das Projekt, diskutieren und entwickeln gemeinsam. Schließlich kennt niemand sein Leben besser als er selbst. Wir haben vor dem Drehbeginn zusammen festgelegt, welche Ereignisse in seinem letzten Karrierejahr von Bedeutung sein könnten, die wir dann mit der Kamera dokumentarisch begleiten oder später für den Kinofilm inszenieren wollen. Aber im Grunde entwickelt sich die Geschichte gerade erst vor unseren Augen. Meine Sichtweise als Filmemacher ist dabei natürlich eine andere als seine. Er ist der Protagonist und ich der Beobachter und Wegbegleiter. Das Wichtigste ist, dass Robert seinen "Job" als Diskuswerfer zu 100 Prozent durchziehen kann. Filmaufnahmen sind anstrengend und können bei seinem durch getakteten Tagesablauf schnell nervig sein. Ich würde sagen, dass wir inzwischen ein bisschen mit zu seinem Team gehören.

Wie viel Aufwand steckt in "Sechsviertel"?

Silvia Weihermüller: Ein transmediales Projekt dieser Art ist eine extrem komplexe Herausforderung. Die Dreharbeiten selbst nehmen dabei nur einen kleinen Teil ein. Wir produzieren ja nicht nur für das Internet, TV und Kino – wir kümmern uns mit unserem Team auch um die Kommunikation in den Sozialen Netzwerken und die Vermarktung. Wenn wir ein Filmprojekt machen, dann machen wir mit voller Leidenschaft und versuchen das Optimale herauszuholen. Es ist morgens das Erste, worüber wir sprechen und abends das Letzte. Sieben Tage in der Woche. 


Gibt es vergleichbare Produktionen, an denen Sie sich orientieren?

Guido Weihermüller: Für die Struktur der Filme und den Schnitt orientiere ich mich eher an Spielfilmen als an klassischen Dokumentationen. Sport hat die Dramaturgie, die sich Spielfilme wünschen. Der Held begibt sich auf eine Reise und wird einer ultimativen Prüfung unterzogen. Nur wenn er sich seinen größten Ängsten stellt, kann er am Ende zu einer neuen Persönlichkeit werden.




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Vorher/Nacher Ansicht

2002 vs 2018

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Robert Harting wurde 1984 in Cottbus geboren. Als Teenager ging er nach Berlin und reifte dort zum Weltklasseathleten. Der Sport hat Harting viel gegeben, Harting dem Sport auch. 2018 trennen sich die Wege.

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Shaq O'Neal und große Ziele: Robert Harting in einem Portrait von 2005.

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Jugendsünden gehören dazu. Auch bei Robert Harting. Doch das große Diskuswurftalent findet rechtzeitig in die Spur.

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GOOOOOOOOLD!

Der Höhepunkt einer eindrucksvollen Karriere: AM 7. August 2012 wird Robert Harting in London Olympiasieger.

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Die andere Seite

Robert Harting über den Reiz des Projekts Sechsviertel.

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Robert Hartings Ehefrau Julia ist selbst Diskuswerferin. Der bislang größte Erfolg der 28-Jährigen: Die EM-Silbermedaille 2016.

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Julia Harting erinnert sich an das Kennenlernen.

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"Kein Einzelgänger, aber ein Einzelkämpfer": Julia Harting über den Weg ihres Mannes.

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Der 68-Meter-Traum

Robert Harting über seine letzten Würfe

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Das Ziel ist klar: Bei der EM und dem ISTAF will sich Harting ein letztes Mal als Diskuswerfer präsentieren. Danach beginnt ein neues Leben.

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Das Berliner Olympiastadion

Kommen Sie mit auf einen Rundgang durch die legendäre Arena.

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Das Berliner Olympiastadion ist Hartings sportliche Heimat. Hier finden die Leichtathletik-EM und das ISTAF statt.

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Wie wirkt sich der Quadricepssehnenriss aus?

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Mitten in die Vorbereitung auf die letzte Saison reißt die Quadricepssehne. Platzt damit der Traum vom umjubelten letzten Auftritt?

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Harting über das Phänomen Dropout.

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Der Abschied vom Leistungssport ist für Harting der Anfang eines neuen Lebensabschnitts. Ein solcher Dropout birgt Probleme, aber auch Chancen.

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Der Student Robert Harting.

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Robert Harting muss seine Identität neu definieren. Sein Studium der Wirtschafts- und Gesellschaftskommunkiation an der UdK Berlin soll ihm dabei helfen.

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