Hinweis

Für dieses multimediale Reportage-Format nutzen wir neben Texten und Fotos auch Audios und Videos. Daher sollten die Lautsprecher des Systems eingeschaltet sein.

Mit dem Mausrad oder den Pfeiltasten auf der Tastatur wird die jeweils nächste Kapitelseite aufgerufen.

Durch Wischen wird die jeweils nächste Kapitelseite aufgerufen.

Los geht's

Wildtiere in Berlin

Logo http://webdoku.rbb-online.de/wildtiere-2

Füchse streunen vor Kreuzberger Kneipen, Waschbären auf dem Alexanderplatz und Wildschweine wühlen im Stadt-Spielplatz: manchen Wildtieren gefällt es in der Stadt Berlin mittlerweile einfach besser als "draußen" in der Natur.

Zum Anfang

Berlin ist ein Paradies für Wildtiere. Die Stadt ist grün - ein Fünftel der Fläche Berlins ist mit Wald bedeckt. Dazu gibt es riesige Parks und ein weitverzweigtes Netz aus Flüssen, Kanälen und Seen.
Und Berlin hat Platz: auf einer Stadtfläche von mehr als 800 Quadratkilometer stören die Wildtiere "nur" 3,5 Millionen Berliner.











Zum Anfang

Berlin ist nicht nur eine grüne, sondern auch eine dreckige Stadt: Mülltonnen quillen über und Parks sind mit Grillresten übersät. Für Wildtiere ein Glücksfall. Anstatt auf Beutejagd zu gehen, bedienen sie sich im Müll: Nahrung im Überfluss.

Positiv ist auch: in einer großen Stadt wie Berlin ist es ein paar Grad wärmer als auf dem Land. Gerade im Winter ein oft überlebenswichtiger Unterschied.

So bequem war es für die Tiere allerdings nicht immer in der Stadt:

Zum Anfang

Bernhard Kegel

0:00
/
0:00
Video jetzt starten
Zum Anfang

Heute ist Berlin eine der artenreichsten Städte weltweit.

Füchse sind auf jedem Quadratkilometer der Stadt zuhause - rund 2.000 gibt es insgesamt. Ohne Scheu streunen sie auch über belebte Straßen.

Gut 3.000 Wildkaninchen tummeln und vermehren sich in den Berliner Parks. An den Stadträndern leben rund 5.000 Wildschweine.

Über die gepflegten Vorgärten freuen sich vor allem die etwa 1.000 Rehe. Als echte Gourmets fressen sie dort am liebsten die Rosenknopsen ab.

Zum Anfang

Die Waschbären haben Glück im Krieg: 1945 trifft eine Bombe ein Waschbärgehege bei Strausberg und ein Dutzend Waschbären kann dem Schicksal als Pelz zu enden entfliehen.
Für die amerikanischen Wildtiere ist die neue Umgebung kein Problem - sie sind Allesfresser und passen sich schnell an.
Heute gibt es mehrere hundert Waschbären in Berlin. Sie
nisten sich am liebsten in Garagen, verlassenen Häusern und auf Dachböden ein.
Einmal angekommen, lassen sich die Waschbären nur sehr schwer wieder vertreiben.

Die neuen Mitbewohner sind daher nicht überall beliebt.

Zum Anfang

Auch der Schlosspark Charlottenburg hat neue, wilde Bewohner. Das Problem: die Parkangestellten müssen ihr Gartendenkmal vor den Wildtieren schützen.

Das kostet Zeit, Nerven und viel Geld.



Zum Anfang

Dieser Biber frisst sich seit drei Jahren durch die Büsche und Bäume im Schlosspark Charlottenburg.
Und er hat Verstärkung bekommen: einen Partner und Nachwuchs. Mittlerweile nagen sie gemeinsam.

Über 100 Biber soll es insgesamt in Berlin geben. Von der Elbe aus sind sie über die Havel eingewandert.

Zum Anfang

Gartenmeisterin Andrea Badouen versucht alles um den Bibern das Nagen schwer zu machen. Sie bastelt Drahtgestelle um die Bäume und legt Äste zur Ablenkung aus. Wenn alles nicht hilft, greift sie zum Geheimmittel:

Zum Anfang

Gartenmeisterin Andrea Badouen

0:00
/
0:00
Video jetzt starten
Zum Anfang

Biber sind rund ums Jahr auf Nahrungssuche. Sie halten keinen Winterschlaf, sondern fällen gerade in der kalten Jahreszeit gerne Bäume.
Erst vor kurzem zerstörten die Biber eine 20 Jahre alte Weide. Insgesamt hat der Schloßpark Charlottenburg schon 30 Bäume verloren.

Die Berliner freuen sich trotzdem über die Biber - viele pilgern abends extra in den Schloßpark: zum "Biber-Watching".

Zum Anfang

Auch Derk Ehlert beobachtet die Biber - beruflich. Er ist Berlins Wildtierbeauftragter, der einzige in Deutschland.
Seine Hauptaufgabe: zwischen Berlinern und Wildtieren vermitteln.



Zum Anfang

Derk Ehlert, Wildtierbeauftragter

0:00
/
0:00
Video jetzt starten
Zum Anfang

Nicht alle Berliner sind so tolerant. Vor allem nicht, wenn es um den eigenen Vorgarten geht. Für das was Wildtiere kaputt machen, zahlt nämlich keine Versicherung. Einige sehen daher nur eine Lösung: den Stadtjäger rufen. Nur darf der nicht überall schießen. Wohnsiedlungen, Parks, Friedhöfe und Gärten sind für Stadtjäger tabu - zu gefährlich für die anderen Anwohner.


Zum Anfang

Die Wildschweine scheinen das zu wissen. In der Jagdsaison flüchten ganze Rotten über die Stadtgrenze nach Berlin - um den Jägern in Brandenburg zu entkommen.

Am Stadtrand warten dann die Forscher vom Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung.

Zum Anfang

0:00
/
0:00
Video jetzt starten
Zum Anfang

Erst fünf Wildschweine hat Milena Stillfried fangen und mit einem GPS-Halsband ausstatten können. Die Halsbänder melden der Doktorandin jede Bewegung der Wildschweine. Mit ihrer Hilfe will sie erforschen wo die Tiere herkommen und was sie in die Stadt treibt.



Zum Anfang

0:00
/
0:00
Video jetzt starten
Zum Anfang

Wenn die Eicheln im Wald knapp werden, dann wandern die Wildscheine in die Stadt aus. Das vermutet Milena Stillfried. Zum Beweis braucht die Wildtierforscherin allerdings noch mehr Daten. Die fünf, die einen Sender tragen, reichen dafür aber noch nicht.

Generell steht die Erforschung von Stadttieren noch ganz am Anfang. Die Forscher suchen weiter nach besseren Methoden um die Tiere und ihr neues Stadtleben zu beobachten.







Zum Anfang

0:00
/
0:00
Video jetzt starten
Zum Anfang

Auch wenn das Zusammenleben noch kompliziert ist: die meisten Wildtiere sind zu Stadttieren geworden.
Die anderen Berliner werden sich daran gewöhnen müssen.

Zum Anfang

Wildtierforschung – Warum liebt der Fuchs die Stadt?

Wildtiere in der Stadt sind zum Forschungsthema geworden. Die Berliner sind aufgerufen, mit zu fahnden nach Wildschwein, Igel & Co. Wieso fühlt sich der Fuchs in der Stadt so wohl? Wie verändert sich das Tierverhalten zwischen Menschenmengen und Autoschlangen? Warum zieht es Schwarzwild überhaupt in die Großstadt, wo es drum herum doch so viele Wälder gibt? Und: Müssen wir Angst haben vor den wilden Mitbewohnern?



Zum Anfang
Scrollen, um weiterzulesen
Wischen, um Text einzublenden
Schließen

Übersicht

Nach links scrollen
Kapitel 1 Wildtierparadies Berlin

Poster 0

15357257

27955078

Poster 0
Kapitel 2 Konflikte

33988824

Poster 0

Poster 0

Poster 0
Kapitel 3 Forschungsobjekt

20142279

Poster 0

Poster 0

Poster 0
Nach rechts scrollen