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Es war in den Goldenen Zwanzigern - so erzählt die Legende. Als in Zeiten eines ungleichen Kampfes ein Schlachtruf ertönte. Ein Schlachtruf wie Donnerhall. Der all jenen - so erzählt die Legende weiter - die ihn in diesem Augenblick zum ersten Mal hörten, das Blut in den Adern zum Sieden brachte. Niemand konnte damals ahnen, dass er Zeuge eines historischen Moments geworden war. Noch heute, Jahrzehnte danach, in scheinbar aussichtslosen Kämpfen, erschallt er laut von den Rängen. Wie damals, als der Durchhaltewillen der Schlosserjungs aus Oberschöneweide ins Unermessliche stieg. Eine Legende nahm ihren Lauf. Ein Mythos begann zu leben. Und er wird niemals, niemals vergessen: EISERN UNION!

Prolog zum Theaterstück "Und niemals vergessen - Eisern Union" von Jörg Steinberg.


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Partytime in Berlin-Köpenick. Am 20. Januar feiert der 1. FC Union Berlin seinen 50. Geburtstag. Das ist zwar recht jung für einen Fußballklub, aber die "Schlosserjungs" haben seit 1966 viel Bewegendes erlebt. Geschichte und Geschichten über ein halbes Jahrhundert Union erzählt diese Webdoku.

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Der Winter 1965/66 ist eine Zäsur im DDR-Fußball. Aus zehn Sportvereinen wird die jeweilige Fußballabteilung ausgegliedert und zu eigenständigen Fußballklubs gemacht. So entstehen innerhalb weniger Wochen zwischen Ostsee und Erzgebirge zehn neue Vereine. Im Klubhaus des VEB Transformatorenwerks wird aus der Fußballabteilung des TSC Berlin der 1. FC Union Berlin. Die Wahl des Namens entspringt einer Umfrage und geht auf eine lange Tradition zurück...

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Jörg Hellwig über die ersten Jahrzehnte des Köpenicker Fußballs. 

"Union" ist der rote Faden des Fußballs in Köpenick. Schon Anfang des 20. Jahrhunderts geht man unter diesem Namen im Südosten Berlins auf Torejagd.

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Günter "Jimmy" Hoge erinnert sich an das FDGB-Pokalfinale von 1968.

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Zu den Stars der ersten Jahre gehört Günter "Jimmy" Hoge.  Dem Publikumsliebling bleibt die ganz große Karriere verwehrt, weil er mit seiner lebenslustigen Art bei Funktionären aneckt. Oder auf DDR-Deutsch: "Von ihm abgegebene Versprechungen, sein Verhalten im Rahmen des Kollektivs und im üblichen Leben unserer Gesellschaft zu verankern, wurden von ihm nicht eingehalten."
 

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"Und niemals vergessen: Die Helden von '68" heißt es in Köpenick. Der überraschende 2:1-Finaltriumph gegen den großen Favoriten aus Jena beschert Union den bislang einzigen großen Titel. Im Europapokal dürfen sie allerdings nicht starten. Wegen der Spannungen zwischen Ost und West nach dem Prager Frühling zieht der DDR-Fußballverband seine Vereine aus dem Europacup zurück.

Die siegreiche Elf: Rainer Ignaczak, Reinhard Lauck, Wolfgang Hillmann (65. Harry Zedler), Wolfgang Wruck, Hartmut Felsch, Ulrich Prüfke, Harald Betke, Günter Hoge, Meinhard Uentz, Ralf Quest, Jürgen Stoppok

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Reinhard "Mäcki" Lauck feiert sein Union-Debüt auf der großen Bühne: im Pokalfinale 1968. Es ist der Startschuss einer erfolgreichen Karriere, gekrönt von der WM-Teilnahme 1974 und dem Olympiasieg 1976. Obwohl "Mäcki" 1973 zum Erzrivalen BFC Dynamo wechselt, behalten ihn die Unioner in guter Erinnerung.

Außerhalb des Platzes kommt Lauck weniger gut klar und verfällt dem Alkohol. Er stirbt im Oktober 1997 mit gerade einmal 51 Jahren.

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Jörg Hellwig über Union in den Siebzigern und Achtzigern.

Atmosphärisch ein Schwergewicht, sportlich eine graue Maus: Unions Zeit in der DDR ist geprägt vom Pendeln zwischen 1. und 2. Liga. Und manch dramatischen Partien.

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Warum eigentlich "Potti"? Wolfgang Matthies über die Entstehung seines Spitznamens.

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Wolfgang "Potti" Matthies. Oder auch: Der wertvollste Union-Spieler aller Zeiten. Zu diesem wird der langjährige Torwart 2006 von den Fans gewählt. Die wohl größte Tat des Ehrenmitglieds: Ein gehaltener Elfmeter beim sensationellen 4:3-Auswärtssieg in Dresden 1986, mit dem sich Union für das FDGB-Pokalfinale qualifiziert.

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Union-Legende Herbert Raddatz (1914 - 2001) über die Entstehung des Schlachtrufs "Eisern Union!"

Union ist seit jeher geprägt von der industriellen Kultur Köpenicks. Nicht umsonst tragen die Kicker den Spitznamen "Schlosserjungs" und werden traditionell mit "Eisern Union!" angefeuert. 

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Inforadio-Reporter Nikolaus Hillmann begleitet Union seit den Neunzigern und hat mittlerweile in fast jedem Winkel des Stadions gearbeitet.

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Wer beim Stadionbesuch Wert auf Komfort legt, war bei Union lange Jahre falsch. In Köpenick beschränkte man sich auf das Wesentliche: Fußball. Doch wettbewerbsfähig war Union mit seinem Puristen-Paradies nicht mehr. Und so begann der schrittweise Umbau das Stadions an der Alten Försterei. Unterstützt von den Fans, die tatkräftig Hand anlegten.

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Am 12. Juli 2013 beginnt eine neue Zeitrechnung beim 1. FC Union. Mit der Einweihung der neuen Haupttribüne sind die Umbauten im Stadion an der Alten Försterei abgeschlossen und die Eisernen in der Gegenwart angekommen. Zu Gast an jenem denkwürdigen Abend ist der Celtic FC aus Glasgow. Das Ehrengast zeigt kein Interesse, die Party zu ruinieren und unterliegt mit 0:3.

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Nun steht in Köpenick eine zeitgemäße Arena. Ihren urigen Charakter indes hat sie behalten. Kommen Sie doch mit auf einen Rundgang durch das eiserne Wohnzimmer. Mit einem Klick auf "360°-Ansicht starten" geht's los.

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Jörg Hellwig über das Wiedervereinigungsspiel zwischen Hertha und Union.

Über die Berliner Mauer hinweg befreunden sich die Fans von Hertha BSC und Union. Als die Mauer endlich fällt, feiert der Berliner Fußball im Januar 1990  seine ganz persönliche Wiedervereinigung mit einem Freundschaftsspiel der beiden Klubs im Olympiastadion. Mittlerweile ist diese Freundschaft erkaltet und einer Rivalität gewichen.

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Jörg Hellwig über die frustrierenden Jahre nach der Wende.

Mit der Wendeeuphorie ist es schnell vorbei. Mehrere Anläufe in Richtung 2. Bundesliga scheitern. Die ganze Gefühlspalette macht Union im Sommer 1993 mit. Sportlich schaffen sie endlich den Aufstieg, doch mit einer gefälschten Bankbürgschaft bringt sich der Verein selbst um seinen Lohn. Weil der 1. FC Union auf zu großem Fuß lebt, steht er 1997 kurz vor dem Konkurs.

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Kurz vor der Pleite gelingt es Union, die Weichen neu zu stellen. Heiner Bertram hat nun als Präsident das Sagen und sorgt für ein seriöseres Geschäftsgebaren. Viel wichtiger aber ist der Einstieg von Michael Kölmel. Der Filmrechtehändler pumpt Millionen in den Verein und erlöst Union damit vorerst von existenziellen Sorgen. Eine erfolgreiche Epoche beginnt.

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"Endlich!" denken die Unioner 2001. Endlich in der 2. Liga angekommen. Union krönt eine märchenhafte Saison mit der Teilnahme am DFB-Pokalfinale gegen Schalke 04. Das Spiel geht zwar verloren, aber weil Pokalsieger Schalke in der Champions League antritt, rückt Union in den UEFA-Cup nach.

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Blieb es ihnen 1968 noch verwehrt, dürfen die Eisernen 2001 endlich Europa unsicher machen. Nach einer erfolgreichen ersten Runde gegen Haka Valkeakoski aus Finnland folgt das Aus gegen Litex Lowetsch. Erhobenen Hauptes verabschiedet sich Union aus dem UEFA-Cup. Einziger Wermutstropfen: Weil die Alte Försterei internationalen Ansprüchen nicht genügt, muss Union seine Heimspiele im ungeliebten Jahn-Sportpark, der langjährigen Heimat des BFC Dynamo, austragen.

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Nina Hagen: "Eisern Union!"

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Es ist so eine Sache mit Vereinshymnen. Oft sind sie furchtbar peinlich und völlig austauschbar. Nina Hagens "Eisern Union!" ist eine wohltuende Ausnahme.

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Jörg Hellwig über das eiserne Auf und Ab in den Nullerjahren.

Auf den Rausch folgt der Kater. Die bis dahin erfolgreichsten Jahre enden im Totalabsturz. Nach zwei Abstiegen in Folge findet sich Union 2005 in der viertklassigen Oberliga wieder und wird von seinen finanziellen Problemen eingeholt. Einmal mehr kann sich der Verein auf seine Fans verlassen. Sie initiieren die Spendenkampagne "Bluten für Union" und helfen ihrem Klub aus der Patsche. Die Spieler bedanken sich mit einem der süßesten Siege...

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Der 21. August 2005 - ein Feiertag für alle Unioner. Mit 8:0 fegen sie den BFC Dynamo vom Feld. Die Rivalität ist so alt wie die Klubs selbst. Während der BFC von der Staatssicherheit protegiert wurde, etablierte sich Union als Underdog und Verein des Volkes. Auch sportlich waren die Rollen klar verteilt. Der BFC Dynamo heimste Meisterschaft um Meisterschaft ein, Union pendelte zwischen 1. und 2. Liga.

Nach der Wende wurden die Karten neu gemischt. Spätestens mit diesem 8:0 ist klar, wer im Osten Berlins nun das Sagen hat.

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Torsten Mattuschka über seinen Zeit und seinen Abschied beim 1. FC Union Berlin. Inforadio-Vis á Vis mit Stefan Frase vom 17. Juni 2015.

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"Ein geiler Kicker." Sagt Weltmeister Christoph Kramer über Torsten Mattuschka. Kein Wunder, schließlich taugt "Tusche" mit seinem Charisma und seiner Volksnähe zum absoluten Publikumsliebling. Der Höhepunkt seiner neun Jahre in Köpenick: Der 2:1-Siegtreffer im Derby bei Hertha BSC im Februar 2011.

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Jahr für Jahr am 23. Dezember wird es ganz intim in der Alten Försterei. Dann nämlich treffen sich Tausende Unioner zum Weihnachtssingen und sorgen für Gänsehautatmosphäre. Den Grundstein für diese charmante Tradition legte eine Handvoll Fans, die sich 2003 ins Stadion schlichen, um gemeinsam im Mittelkreis zu singen. Mittlerweile ist die Schar der Sänger auf fast 30.000 angewachsen.

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Union ist anders als andere Klubs. Das hat sich auch unter Filmemachern herumgesprochen. "Union fürs Leben" führt völlig unterschiedliche Menschen zusammen, denen einzig die Liebe zu Union gemein ist. Schon 1988 begleitete ein DEFA-Team den Union-Fanklub BSV Prenzlauer Berg und widmete diesem die sehenswerte Dokumentation "Und freitags in die Grüne Hölle"

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Nach dem Absturz in die Oberliga steht Union umgehend wieder auf. MIt Dirk Zingler als Präsident und Uwe Neuhaus als Cheftrainer schippern die Eisernen in sichere Gewässer. 2009 gelingt der erneute Aufstieg in die 2. Liga. Dort hat sich Union inzwischen etabliert. Weil der Verein eine gewisse Stagnation verspürt, muss Neuhaus im Sommer 2014 nach sieben erfolgreichen Jahren gehen.

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Nicht ganz verdient, aber wen juckt's? Mit seinem Siegtreffer wird Torsten Mattuschka am 5. Februar 2011 endgültig zur Vereinslegende und macht Union ganz inoffiziell zum Berliner Stadtmeister.

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Das Stadion ist modernisiert, die Finanzen sind im Griff. Längst haben die Eisernen die Bundesliga im Auge und mit Sascha Lewandowski einen überaus begehrten Trainer für Union begeistern können.

50 Jahre nach seine Gründung ist der 1. FC Union ein kerngesunder Verein. Und noch immer ein ganz spezieller.

 

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Die Eisernen im Netz fc-union-berlin.de

Der rbb im Netz rbb-online.de

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Übersicht

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Kapitel 1 Fußball in Köpenick

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Kapitel 2 Die frühen Jahre

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Kapitel 3 Das Stadion

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Kapitel 4 Nach der Wende

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Kapitel 5 2. Liga und zurück

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Kapitel 6 Kultklub Union?

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Kapitel 7 Ausblick

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