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Heimat gesucht!

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Im beliebtesten und zugleich berüchtigtsten Kiez Berlins, am Görlitzer Park in Kreuzberg, sucht Diane Arapovic eine Wohnung. Sechs Monate hat sie sich gegeben, um eine neue Heimat für sich und ihre Familie zu finden. Bei ihrer Wohnungssuche spürte sie dem Mythos und der Geschichte Kreuzbergs nach und traf dabei auf Menschen unterschiedlichster Couleur.

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Der ideale Ort

Diane Arapovic sucht eine Wohnung am Görlitzer Park.

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Die Gegend in Kreuzberg um den Görlitzer Park – kurz Görli genannt - ist mehr denn je begehrt wie auch berüchtigt. Begehrte Wohngegend, Touristenhochburg und Drogenumschlagplatz.

Traditionell war Kreuzberg 36 eher ein Arbeiterwohnbezirk mit wenigen Bel-Etage-Wohnungen. Noch bis Ende der 1980er Jahre lebten hier hauptsächlich Arbeiterfamilien, türkische Zuwanderer, Studenten, Künstler und Alternative mit wenig Geld. Hier zu leben war billiger als anderswo in Berlin. Die Bürgerinitiativen, vor allem aber die Hausbesetzer-Szene der 80er Jahre, haben das Leben im Kiez lebenswerter und attraktiver gemacht. So wurde in den 1990er Jahren endlich der Idee der Bürger- und Hausbesetzerbewegung nach einem "Görlitzer Stadtpark" umgesetzt. Aus dem ehemaligen Personen- und Güterbahnhof Görlitzer Bahnhof wurde der Görlitzer Park.

Seit einigen Jahren jedoch befindet sich der Kiez in einem Image-Wandel. Die Mieten steigen, langjährige Anwohner werden verdrängt, Luxusimmobilien nehmen zu. Ein Ende dieser Entwicklung ist nicht abzusehen. Kurz gesagt: In der Gegend am Görlitzer Park ist die so genannte Gentrifizierung voll im Gange.

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Die 84-jährige Frau Böhl wohnt schon ihr ganzes Leben im Kiez.

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1987:
Blick auf das ehemalige Gelände des stillgelegten Görlitzer Bahnhofs. Die Schienen sind bereits zurückgebaut und eine Grube wurde schon ausgehoben.

2015:
Heute befindet sich an der Stelle der ausgehobenen Grube eine große Liegewiese.

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In der Regenbogenfabrik

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Der Kiez ist lebenswerter geworden, durch Bürgerbewegungen, vor allem aber durch die Hausbesetzerszene in den 80er Jahren, die sich in die Politik einmischte und aktiv beim Erhalt von Wohnraum beteiligt war.

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Noch Ende der 1980er Jahre lebten in Kreuzberg 36 hauptsächlich Arbeiterfamilien, türkische Zuwanderer, Studenten, Künstler und Alternative. Seit einigen Jahren jedoch befindet sich der Kiez im Wandel. Das Einkommensniveau der Bewohner steigt. Alteingesessene, nicht einkommensstarke Familien und Menschen müssen den Kiez auf lange Sicht verlassen, weil sie sich die Miete schlicht nicht mehr leisten können oder auch wollen.

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Ahmet Çalişkan

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Ahmet Çalişkan betreibt seit 28 Jahren seinen Laden "Bizim Bakkal" im Wrangelkiez. Jetzt soll der Laden schließen. Der neue Vermieter hatte der Familie Çalişkan gekündigt. Das wollte die Nachbarschaft nicht zulassen. Wochenlang gab es Demos damit der Laden bleibt, wo er ist. Inzwischen wurde die Kündigung zurückgenommen. Aber er wird sich wohl doch zurückziehen.

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Senioren-Treff der ev. Tabor-Gemeinde Kreuzberg

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Der Charme des etwas heruntergekommenen Kiezes zieht Touristen und Neubewohner nach wie vor in Scharen an. Im Vergleich zu anderen europäischen In-Vierteln sind hier die Preise noch niedrig. Nachts locken zahlreiche Clubs die Partygänger an. Für alteingesessene Kreuzberger ist das alles nicht nachvollziehbar.

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"Es hat ja nichts mehr mit Kreuzberg oder Berlin zu tun, das ist eine komplett künstliche Welt. Es ist so wie Disneyland für Komasäufer."
(Eine Betreiberin des Friseursalons Ballyhoo)

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X-Bergs spezielle Mischung

Leiter der ev. Tabor-Kita, Andreas Barz

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Der Kiez verändert sich. Die Anwohnerstruktur wandelt sich, Besserverdiener verdrängen die Alteingesessenen. Die für X-Berg bekannte spezielle Mischung geht langsam verloren.

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Polizeieinsatz im Park

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Er ist Berlins größter Drogenumschlagplatz. Der Schwarzhandel blüht dort vor allem in den Abendstunden. Polizei und Politik haben den Kampf gegen die Drogen aufgenommen: Null-Gramm-Zone, Razzien, sogenannte Brennpunktstreifen der Polizei und verschärfte Verfolgung von Straßendealern.

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Burkhard Kieker, VisitBerlin

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Der Berlin-Werber

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Diane Arapovic

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Dianes Wohnungssuche gestaltete sich viel schwieriger als sie dachte. Zwischenzeitlich wollte sie sich sogar eine Wohnung  kaufen bzw. sich in eine Genossenschaft einschreiben.Sie hat Annoncenaushänge gemacht. Alle Versuche blieben erfolglos. Fazit: die sechsmonatige Wohnungssuche ist ergebnislos.

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