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Das Beben am Bosporus

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Hier wird es beginnen, das große Beben. Kurz vor Istanbul verläuft eine gefährliche Erdbebenzone im Meer.
Im Untergrund schieben sich zwei Platten langsam aneinander vorbei – mit einer Geschwindigkeit von etwa 3 Zentimetern pro Jahr. Es ist eine der aktivsten Erdbebenzonen der Welt, die so genannte nordanatolische Verwerfung. 
Im Laufe des vergangenen Jahrhunderts hat entlang dieser Zone immer wieder die Erde gebebt. 

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Das versucht Marco Bohnhoff vom Geoforschungszentrum in Potsdam herausfinden. Und dafür will er so nah wie möglich an die Erdbebenzone heran. Auf der Prinzeninsel Büyükada  - 15 Kilometer vor Istanbul - startet der Geophysiker gemeinsam mit türkischen Katastrophenschützern ein Experiment. 

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Prof. Marco Bohnhoff

Geoforschungszentrum Potsdam

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Empfindliche Sensoren sollen zum ersten Mal Informationen direkt aus der Erdbebenzone liefern. Bisher gibt es nur Messdaten von der Erdoberfläche.
300 Meter tief wollen die Forscher dafür in den Boden bohren. Ein schwieriger Weg durch viele Gesteinsschichten. 
Erst nach 3 Wochen bohren kann der erste Sensor eingesetzt werden.
Dann heißt es: warten auf die ersten Ergebnisse.

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Inshallah – so Gott will, passiert nichts, sagen viele Istanbuler. Ein Frühwarnsystem wäre ein besserer Schutz. Daran arbeiten Stefano Parolai und Tobias Boxberger, ebenfalls vom Geoforschungszentrum. Im Neubaugebiet Ataköy in der Nähe des Flughafens testen sie Sosewin, ein neues Frühwarnsystem.

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Stefano Parolai

Leiter der Abteilung Frühwarnung am Geoforschungszentrum Potsdam

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Auch ein funktionierendes Frühwarnsystem heißt: maximal 10 Sekunden Vorsprung vor dem Erdbeben. Gerade genug Zeit um das Schlimmste zu verhindern. Der Verkehr auf Brücken lässt sich stoppen, die U-Bahn anhalten und Gasleitungen unter dem Meer schließen. Nur die Istanbuler - die müssen sich selbst in Sicherheit bringen ...



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'Das Zimmer wackelt - was jetzt?' - Das lernen Schulkinder hier im Erdbebensimulator des Kandilli Observatoriums.
Wenn sie in ein Zimmer kommen, müssen sie wissen: welche Ecke ist sicher, welche Ecke instabil.
Oberste Regel: Wenn die Erde bebt - nur nicht bewegen. Einen sicheren Platz suchen, klein machen und warten bis alles vorbei ist.

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Auch das beste Erdbeben-Training nutzt wenig, wenn das gesamte Gebäude einstürzt.
Wie viele Häuser in Istanbul genau gefährdet sind, das lässt sich schwer feststellen. Ingenieure müssten theoretisch jedes einzelne Haus begutachten.
Bisher zumindest ...

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Wieviel ein Erdbeben in Istanbul zerstören würde, das zeigt diese Spezialkamera. Sie fotografiert Straßen im 360 Grad-Winkel. Anhand der Bilder können die Forscher dann die Höhe der Gebäude, die Anzahl der Stockwerke, die Beschaffenheit der Fassade und die Struktur der Häuser schätzen.
Das spart vorallem Zeit: In 2 Tagen lässt sich so ein ganzer Stadtteil vermessen.

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Eine Fahrt mit der Spezialkamera durch Beşiktaş, ein Stadtteil auf der europäischen Seite der Stadt. Mehr als 300.000 Menschen leben hier.
Fast die Hälfte aller Gebäude lässt sich mit Hilfe der Aufnahmen analysieren.
Nun müssen Ingenieure die Bilddaten auswerten. Nur sie können sagen, ob die einzelnen Häuser zur Todesfalle für die Einwohner werden könnten.


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Um das Wohnen sicherer zu machen gilt seit 2010: neue Häuser müssen erdbebensicher gebaut werden. Und es wird viel gebaut in Istanbul, denn jedes Jahr wächst die Stadt um 300.000 Einwohner.
Dieser Wohnkomplex soll auch einem großen Erdbeben standhalten, aber das hat seinen Preis. Die Eigentumswohnungen kosten momentan 2.500 Euro pro Quadratmeter. Tendenz: steigend.

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Die neue Bau-Richtlinie bedeutet auch: ganze Viertel mit alten Häuser werden abgerissen. Viele Einwohner können sich die neuen Wohnungen nicht leisten. Sie ziehen weg.
Einige wenige versuchen es mit stillem Protest – wie hier: ein Hausbesitzer weigert sich an ein Großunternehmen zu verkaufen.

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Neue Häuser, bessere Frühwarnsysteme, wissenschaftliche Experimente - Istanbul versucht sich vorzubereiten. Das Ziel: so viel Schaden wie möglich verhindern. Denn eins ist sicher - das große Beben wird kommen.

Mehr zum Beben am Bosporus - Potsdamer Forscher auf Spurensuche am 02. Februar um 22:15 Uhr im rbb Fernsehen

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Kapitel 1 Gefahr unter dem Meer

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Kapitel 2 Vorbereiten auf die Katastrophe

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Kapitel 3 Alles neu, alles gut?

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