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Los geht's

Elvis Presley

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Sonntag, 07. August 2016
von 9.00 bis 21.00 Uhr
auf radioeins

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Written in the Stars? Elvis aus astrologischer Sicht

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Die Jugend

Geboren wird Elvis Aaron Presley am 8. Januar 1935 in East Tupelo, Mississippi, als Sohn des Landarbeiters Vernon Elvis Presley und der Textilarbeiterin Gladys Love Presley. Sein Zwillingsbruder Jessie Geron kommt tot zur Welt. Die Presleys sind keine reiche Familie. Oft sind sie mit der Miete im Rückstand, was zu häufigen Wohnungswechseln führt. Dafür kann Mama Gladys die besten Erdnussbutter-Bananen-Sandwiches der Welt zubereiten. Einzelkind Elvis weiß das zu schätzen. Überhaupt ist Mama für ihn die beste Frau der Welt.

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The Great American Dream

Wie Elvis aus der Zeit fiel und doch genau hinein passte

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Noch besser sogar als seine Grundschullehrerin. Die meldet den 10-Jährigen immerhin bei einem Talentwettbewerb im örtlichen Radiosender an. Elvis belegt den fünften Platz und bekommt zum Lohn von seinen Eltern eine Gitarre geschenkt. Acht Jahre später und vieler Gitarrenstunden reicher nimmt er erneut an einem Wettbewerb teil. Dieses Mal kommt keiner an ihm vorbei.

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Zahlen und Fakten über Elvis Presley

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Der Erfolg macht den schüchternen Teenager mutig. Nur wenige Tage später macht er sich mit dem ersten Gehalt aus seinem ersten Job bei einem kleinen Maschinenreparaturservice auf den Weg zum Sam Phillips Memphis Recording Service. Dort kann jeder, der möchte, für ein paar Dollar seine eigene Platte aufnehmen. Zumeist sind es schief gesungene Liebesschmonzetten, mit denen junge Männer ihren Freundinnen imponieren wollen. Elvis hat keine Freundin, der er imponieren könnte. Aber er hat eine Mama. Und für die singt er in den Sam Phillips Studios die Balladen 'My Happiness' und 'That's When Your Haertache Begins'. Die ersten zwei Platten, denen noch Millionen folgen werden.

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Elvis im Kino - eine Neubewertung!

Björn Eckerl hat ein Buch geschrieben und behauptet: Auch die Filme gehören zum Gesamtkunstwerk Elvis.

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Der Durchbruch

Elvis ist auf dem Weg nach oben. Die ersten beiden selbst finanzierten Platten hat er zumindest eingesungen. Studioinhaber Sam Phillips ist beeindruckt von dem jungen Mann. Er bietet ihm an, eine professionelle Platte mit professionellen Musikern auf seine Kosten einzuspielen. Natürlich nutzt Elvis die Chance. Gleich bei der ersten Session erfindet er mit einer Neuinterpretation des Bluesklassikers 'That's All Right' ganz nebenbei den Rockabilly. Von nun an ist Elvis nicht mehr zu stoppen. Seine Aufnahmen für Sam Phillips' Sun Records steigen in die nationalen US-Charts ein.

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The Verdict

Wolfgang Döbeling fällt sein Urteil über Elvis.

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Dadurch wird ein dicker Mann mit seltsamen Hüten auf den jungen Sänger aufmerksam. Der Mann nennt sich Colonel Tom Parker und hat früher Spatzen angemalt, um sie teuer als Kanarienvögel zu verkaufen. Eigentlich ist er ein illegal in die USA eingewanderter Holländer, der sich den Titel Colonel nicht im Schützengraben erworben hat, sondern von einem korrupten Gouverneur geschenkt bekam. Parker verspricht Elvis den Musikolymp und will dafür 25 Prozent aller eingespielten Einnahmen. Elvis ist einverstanden. Und Parker hält sein Versprechen. Zumindest was den Musikolymp angeht. Mit 25 Prozent gibt er sich in späteren Jahren allerdings nicht mehr zufrieden. Da sind es dann zuweilen auch 50 Prozent. Immerhin sorgt Parker bereits bei seinem Dienstantritt als Manager dafür, dass Elvis von Sun Records zum Majorlabel RCA wechselt. Bereits sein erster Song für RCA, 'Heartbreak Hotel', erreicht Platz eins der US-Charts.

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Als Folge wird Elvis in Fernsehshows eingeladen. Zum Song 'Hound Dog' lässt er in einer Show während einer Bluessequenz lasziv seine Hüfte kreisen. Die sexuell interpretierbaren Bewegungen begeistern die Jugend und schockieren die Eltern. Elternverbände, religiöse Gruppierungen und Lehrerorganisationen gehen auf die Barrikaden gegen die Personifikation des verderbenden Rock 'n Rolls. Elvis the Pelvis ist geboren. Doch der Weg zum King of Rock 'n Roll ist nicht mehr weit.


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Standing On The Shoulder of a Giant

Bela B und zwei Lieblingssongs von Elvis: "Blue Moon of Kentucky" und "Suspicious Minds".

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Erfolge, Leben, Drogen

Elvis the Pelvis. Mit der Erfindung des Hüftschwungs hat sich der Junge aus Tupelo bereits zu Beginn seiner Karriere zur Legende gemacht. Sein zunehmender musikalischer Erfolg weckt nun auch die Filmindustrie. Und Elvis gefällt sich in der Rolle des Schauspielers. Leider ist es nur eine Rolle. Denn Elvis ist kein Schauspieler. Um das zu verbergen, muss er in Filmen wie 'Jailhouse Rock' ständig singen. Das kann er. Verschiedene Filmproduktionen versuchen ihn als neuen James Dean oder Marlon Brando aufzubauen. Doch das gelingt nicht. Weil James Dean und Marlon Brando in ihren Filmen nicht singen, sondern schauspielern – weil sie es können.

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Being Elvis

Elvis Impersonator James Brown aka The King lebt!

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Unverhoffte Ablenkung vom harten Filmgeschäft bekommt die singende Hüfte durch ihre Einberufung in die Armee. Elvis lehnt es ab, wie viele seiner Kollegen aus dem Showbizz in einer Spezialeinheit zu dienen. Er will als ganz normaler Soldat seiner Staatspflicht nachkommen. Das wird später drei wichtige Dinge zur Folge haben. Erstens: Bei seiner Stationierung in Bad Nauheim lernt er seine spätere Frau Priscilla Beaulieu kennen. Zweitens: In Bad Nauheim wird er zudem vom deutschen Karatepionier Jürgen Seydel in die Feinheiten der Kampfsportart eingeführt. Drittens: Während seiner Armeezeit macht Elvis das erste Mal Erfahrungen mit Amphetaminen.

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Diese Erfahrungen scheinen ihm so gut zu gefallen, dass er bis zu seinem Lebensende nicht auf sie verzichten möchte. Gerade in den 60er Jahren sind bewußtseinserweiternde Substanzen noch nicht mit schlimmen Begriffen wie Flashback, Abhängigkeit oder Entzugsklinik stigmatisiert. Die Beatles nehmen in diesen Jahren ganze Alben unter dem Einfluss bewußtseinserweiternder Substanzen auf. Ihrem Erfolg schadet das nicht. Sie überholen mit ihrem neuen Beat den etwas in die Jahre gekommenen Rock des King spielend und raten ihm, das mit der Filmerei zu lassen und sich wieder mehr auf die Musik zu konzentrieren. Das macht Elvis dann auch.

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Allerdings klappt es mit dem Hüftkreisen nicht mehr so gut wie in der Anfangszeit. Die vielen leckeren Erdnussbutter-Bananen-Sandwiches haben sich schwer auf die Hüften des einstmals so gelenkigen Entertainers gelegt. In seine engen Lederjacken und Jeans kommt er schon lange nicht mehr rein. Deshalb trägt er bei seinen ausverkauften Shows in Las Vegas von nun an zumeist einen seltsamen weißen, mit Pailletten besetzten Jumpsuit.

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Inside Elvis - Warum sich Elvis zu Tode fraß

Ein Psychogramm von Professor Dr. Borwin Bandelow.

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Tod und Wirkung

Elvis in einem luftigen, mit Pailletten besetzten Karate-Jumpsuit – so kennt man ihn in seinen letzten Jahren. Ob der King of Rock 'n Roll je seine Cholesterinwerte hat messen lassen, ist nicht überliefert. Doch dass seine Ernährungsgewohnheiten einen ungünstigen Einfluss auf seinen Körper hatten, lässt sich nicht bestreiten. Elvis' Vorlieben für kalorienreiche, fette und überzuckerte Speisen ließen seine Körper in den letzten Jahren über und unterhalb des Pelvis aufgehen wie einen Hefekuchen. Seine Lieblingsgerichte mussten zu allen Tages- und vor allem Nachtzeiten ständig zur Verfügung stehen. Seine ungesunden Ernährungsgewohnheiten bescherten ihm eine folgenschwere Krankheit: Megacolon – eine Art chronische Verstopfung.

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Graceland Forever

Interview mit Henrik Knudsen, der in Randers (Dänemark) Graceland nachgebaut hat und das Always Elvis Radio betreibt.

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Zudem litt er unter Schlafstörungen und machte die Nacht zum Tag. So auch seine letzte. Die verbrachte er auf seinem Anwesen Graceland in Memphis gemeinsam mit seinen Bodyguards. Manchmal hockten sie auch zusammen vor dem Fernseher und sahen sich eine seiner Shows an. Wenn dem King etwas nicht gefiel, schoss er mit einem Revolver auf den Bildschirm. Der Fernseher wurde dann am nächsten Tag wortlos vom Hauspersonal durch einen neuen ersetzt. Doch in jener Nacht wurde nicht geglotzt. Gegen vier Uhr morgens gingen die Bodyguards in ihre Betten. Elvis jedoch nicht. Er hatte noch etwas vor.

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The Memphis Flash - Elvis im Netz

Interview mit Petra Münster vom Blog The Memphis Flash.

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Nach zwei Eimern Vanilleeis und ein paar Schokokeksen fühlte er sich für den schweren Gang auf die Toilette gewappnet. Doch der Megacolon war stärker. Die Anstrengung auf der Keramikschüssel verursachte einen tödlichen Herzinfarkt. Wobei Experten posthum darüber rätseln, welchen Anteil ein Medikamentenmix aus Amphetaminen, Schlaf- und Abführmitteln mit für den plötzlichen Exitus des King of Rock 'n Roll verantwortlich war.

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Sein Leichnam wurde zwei Tage später auf einem öffentlichen Friedhof in Memphis beerdigt. Nachdem versucht worden war, seinen Sarg zu stehlen, bettete man ihn zwei Monate später auf sein Anwesen Graceland um.

Elvis Presley im Sommer der Legenden auf radioeins.

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Übersicht

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Kapitel 1

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Kapitel 2 Jugend

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Kapitel 3 Durchbruch

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Kapitel 4 Erfolge, Leben, Drogen

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Kapitel 5 Tod und Wirkung

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