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Los geht's

David Bowie

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Sonntag, 31.Juli 2016
von 9.00 bis 21 Uhr
auf radioeins











Foto © imago/Photoshot 2003

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Dr. Miriam Doblhofer zu Bowies Augen

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Kindheit und Jugend

Geboren wird David Bowie als David Robert Jones am 8. Januar 1947 in London. Seine Eltern sind der Marketingleiter Haywood Stenton Jones und die Kellnerin Margaret Mary Burns. Die Musik wird dem kleinen David nicht in die Wiege gelegt. Sie spielt in der Familie allenfalls eine untergeordnete Rolle. Erst als sein Vater eines Tages mit einem Stapel amerikanischer Rockplatten nach Hause kommt, erfährt David eine geradezu religiöse Erleuchtung. Als Little Richards 'Tutti Frutti' aus den heimischen Lautsprecherboxen scheppert, glaubt er Gott zu hören.



© imago/United Archives International
Ridley Road Market , Hackney , East London 1947

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Zahlen und Fakten über David Bowie

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Sein älterer Halbbruder Terry Burns fördert die musikalische Erweckung Davids. Er schleppt ihn mit zu Konzerten und bringt ihm den Jazz näher. Als Folge erbettelt sich David bei seinen Eltern ein preiswertes Saxophon aus Plastik. Sein Plan, ein großer Musikstar zu werden, scheitert jedoch beinahe auf dem Schulhof. Bei der Prügelei um ein Mädchen haut ihm sein Kumpel George Underwood ordentlich aufs Auge. David erblindet zwar nicht, wie die Ärzte befürchten, doch das Auge hat von nun an eine andere Farbe. Seiner späteren Chamäleon-Aura schadet das nicht. Deshalb darf Schläger George weiter sein Kumpel bleiben und zukünftig Plattencover für David entwerfen. Soweit ist es 1962 allerdings noch nicht. Davids erste Band, die 'Konrads', hat zwar einen tollen Namen, aber leider keinen Erfolg.

Foto © imago/Photoshot

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Prof. Borwin Bandelow über Bowies Psyche

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Soweit ist es 1962 allerdings noch nicht. Davids erste Band, die 'Konrads', hat zwar einen tollen Namen, aber leider keinen Erfolg. Und auch seine Solo-Projekte in den folgenden Jahren scheitern mehr oder weniger kläglich. Vielleicht liegt es am Namen? Es gibt bereits einen Davy Jones. Der ist als Mitglied der Monkees durchaus erfolgreich. Um eine Verwechslung mit dem erfolgreichen Namensvetter auszuschließen, gibt sich David einen neuen Namen: Bowie – nach einem amerikanischen Messerenthusiasten des 19. Jahrhunderts. Als David Bowie wirkt er nun in Werbespots für Eiscreme und Schokoriegel mit, um sich über Wasser zu halten. Erst als die Menschen zum Mond fliegen, geht es auch für den Musiker Bowie nach oben.


Foto © imago/ZUMA Press

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Rainer Kruggel mit einem Bowie-Film-Spezial

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Der Durchbruch

Am 20. Juli 1969 betreten die ersten Menschen den Mond. Das Spektakel wird weltweit im Fernsehen übertragen. Neun Tage zuvor hat David Bowie seinen Song 'Space Oddity' heraus gebracht. Zufall oder kluges Kalkül? Egal. Das erste Mal ist der bis dahin erfolglose Musiker mit einem Song über einen einsamen Astronauten zur richtigen Zeit am richtigen Ort. 'Space Oddity' schießt in den Charts nach oben. Doch das ist erst der Anfang. Ein Hit alleine reicht Bowie nicht. Er erfindet die Kunstfigur Ziggy Stardust mit einem kompletten Universum um sich. Als solcher geht er auf Tournee und lehrt mit schrillen Klamotten und grell geschminktem Gesicht Fans und Kritiker das Fürchten. Der Erfolg der androgynen Kunstfigur ist diesseits und jenseits des großen Teichs gigantisch.

Foto © imago/Photoshot November 1974

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Marie Kaiser über Bowies Plattencover

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Doch Bowie scheint es irgendwann zu langweilen. Er spielt nebenbei in Filmen mit, produziert andere Musiker und schreibt Songs für sie. Schließlich gibt er Ziggy Stardust ganz auf, um sich als 'Thin White Duke' neu zu stilisieren. Bowie – das Pop-Chamäleon ist geboren. Bowie, der Musiker, der nicht nur seine Musik, sondern vor allem sich selbst immer wieder neu erfindet. Als Thin White Duke macht er Mitte der 70er Jahren ein paar verfängliche Äußerungen, die ihm eine gewisse Nähe zu rechtspopulistischem Gedankengut unterstellen. Später wird er sich damit rechtfertigen, dass ihm wohl ein wenig zu viel Kokain das Hirn vernebelt hätte. Denn Kokain nascht er in dieser Zeit recht gerne. Und auch Heroin ist ein Stoff, der dem Thin White Duke nicht unbekannt ist.


Foto © imago/Photoshot 1971

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Heroes das Album - Ein Text von Tobias Rüther

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Doch was zu viel ist, ist zu viel. Das erkennt Bowie recht bald. Deshalb schnappt er sich seinen Junkie-Kumpel Iggy Pop und fährt mit ihm zum Entzug nach Berlin. Denn wenn man es in der Hauptstadt des Heroins schafft, von dem Zeug los zu kommen, dann hat man es wirklich geschafft. Bowie wird es schaffen.


Foto: David Bowie Neue Welt Hasenheide, Berlin 1991
© imago/Votos-Roland Owsnitzki

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"Heroes"-Inspiration im Brücke Museum

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Erfolge, Leben, Drogen

Bei Edgar Froese von Tangerine Dream macht David Bowie 1976 in Berlin einen kalten Entzug. Danach zieht er in eine großzügige Wohnung in der Schöneberger Hauptstraße 155 und erfreut sich der Anonymität, die sogar ein Weltstar in der geteilten Stadt genießen darf. Mit dem Fahrrad oder einem alten Mercedes juckelt er durch den Berliner Westen, besucht Museen und findet Gefallen an der Lebensmittelabteilung des KaDeWe. Nebenbei nimmt er in den Hansa-Studios drei Alben auf, die später als Berlin Trilogie berühmt werden sollen, und hilft seinem Kumpel Iggy Pop bei dessen Solo-Debüt 'The Idiot'. Irgendwann geht es ihm jedoch wie jedem Zugereisten in Berlin: Die Stadt geht ihm auf den Zeiger. Andere müssen bleiben, Bowie hat die Wahl zu gehen.

Foto © imago/Photoshot

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Studiogast Tobias Rüther, FAZ-Redakteur & Autor des Buchs "Helden - Bowie und Berlin"

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Zurück in seiner alten Heimat zieht er sich einen spitzen Hut auf, dreht mit 'Ashes To Ashes' eines der innovativsten Videos aller Zeiten und wird zum New Romantic-Star. Wieder schlüpft das Chamäleon in eine neue Rolle. Doch danach hat Bowie erstmal keine Lust mehr auf Neuerfindungen. Mit 'Let's Dance' und 'China Girl' avanciert er Mitte der 80erJahre zum normalen Popstar. Er ist im Mainstream angekommmen. Mit jeder Menge Kohle und Chartplatzierungen, aber ohne die Experimentierfreudigkeit der frühen Jahre. Ein Duett mit Mick Jagger krönt Bowies bis dahin kommerziell erfolgreichste Zeit. Andere betrachten das Duett als Tiefpunkt in seiner Karriere.



Foto © imago/Kerstin Müller

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Barbara Janzen, Tochter der Vermieterin von Bowie in der Hauptstraße 155 in Berlin-Schöneberg

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Das nachfolgende Projekt 'Tin Machine' leitet die 90er Jahre ein, in denen Bowie musikalisch wenig in Erscheinung tritt. Fans meiden seine Alben, Kritiker reagieren eher irritiert. Dafür findet er in dem Model Iman die Frau fürs Leben, tobt sich als einer der ersten Popstars mit einer eigenen Seite im Internet aus und wirft sogenannte Bowie Bonds auf den Markt – Anleihen auf rund 300 seiner Songs, die ihn auf einen Schlag 55 Millionen Dollar reicher machen. Mit der frisch angetrauten Iman zieht auch gesunde Ernährung im Hause Bowie ein. Statt leckerem Wodka gibt es nun  seltsame Säfte aus gepresstem Gemüse. Statt Steaks mit allem, was man in einer Fritteuse frittieren kann, landen Salatblätter auf dem Teller. Bowie wird häuslich, kauft sich Pantoffeln und meidet die früher so geliebten Partys.

Foto: Bowie mit seiner Frau 1991 
©  imago/ZUMA Press

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Gast: Heinz Rudolf Kunze, Musiker und Bowieologe

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Tod und Wirkung

Trotz frisch gepressten Gemüsesäften und cholesterinarmen Salatblättern wird Bowie Anfang den neuen Jahrtausends mit der eigenen Endlichkeit konfrontiert. Am 25. Juni 2004 erleidet er auf dem Hurricane-Festival in Scheeßel kurz nach der Performance von 'Ziggy Stardust' einen Herzinfarkt. Im Hamburger Allgemeinen Krankenhaus St. Georg wird ihm ein Stent gesetzt.


Foto © imago/ZUMA Press

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O-Töne von David Bowie

Bowie über Berlin, Charaktere, sein Glück, die Arbeit in den 90ern, Legendary Stardust Cowboy; über die Pixies und Grandaddy, über Macy Gray

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Fast zehn Jahre später veröffentlicht er an seinem 66. Geburtstag mit 'Where Are We Now' das erste Mal seit langem wieder eine neue Single. Der Song gilt als Hommage an seine Berliner Jahre. Vor allem seine deutschen Fans würdigen diese Geste mit Respekt und hieven das folgende Album als erstes Bowie-Album überhaupt auf die Pole-Position der deutschen Charts. Die Verletzlichkeit und Melancholie von 'Where Are We Now' werfen bereits einen Schatten auf das, was noch kommen wird. Nur wenige Monate nach der Veröffentlichung wird bei Bowie Leberkrebs diagnostiziert. Doch das einstige Pop-Chamäleon hält die Diagnose geheim.


Foto © imago/Photoshot 2003

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Doebelings Verdikt

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Tod

Als gut drei Jahre später, an seinem 69. Geburtstag, sein letztes Album 'Blackstar' erscheint, wissen nur engste Vertraute von seiner tödlichen Erkrankung. Das Album erreicht als erstes Bowie-Album die Spitzenposition der amerikanischen Billboardcharts und als zweites die Nummer 1 der deutschen Charts. Zwei Tage nach seinem wahrscheinlich größten Charterfolg erliegt David Bowie zu Hause in seinem New Yorker Penthouse seiner Krebserkrankung.


Foto © A.Bugge/FutureImage

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Nach dem Tod der Musiklegende David Bowie unterstützen tausende Menschen in Berlin die Petition, eine Straße nach dem Musiker zu benennen. radioeins bringt in einer symbolischen Aktion ein Straßenschild vor seinem ehemaligen Wohnhaus mit seinem Namen an.

David Bowie im Sommer der Legenden auf radioeins

Foto © imago/Markus  Heine

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Übersicht

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Kapitel 1 David Bowie

Bowie startscreen
Kapitel 2 Jugend

Bowie 1 london 1947

Bowie 2 band konrads

Bowie 3
Kapitel 3 Durchbruch

Bowie 4

Bowie 5 1971

Bowie 6 konzert in berlin 1991
Kapitel 4 Erfolge, Leben , Drogen

Bowie 7 1978

Bowie 8 1997

Bowie 9 1991
Kapitel 5 Tod und Wirkung

Bowie 10 farbig

Bowie 11

Bowie 12

Bowie 13
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