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Amy Winehouse

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Sonntag, 24. Juli,
von 9.00 bis 21.00 Uhr
auf radioeins.










Foto © imago/UPI Photo

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Pop-Legende Amy - eine Dokumentation

Stephan Karkowsky im Interview mit mit dem Regisseur Andreas Kanonenberg.

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Kindheit & Jugend

Geboren wird Amy Jade Winehouse am 14. September 1983 in London als Tochter des Taxifahrers Mitchell Winehouse und der Apothekerin Janis Winehouse. Vater Mitchell ist ein großer Verehrer von Frank Sinatra. Wann immer ihm danach ist, singt er seiner kleinen Tochter die Songs von Mr. Ol' Blue Eyes vor. Leider ist ihm oft danach. Doch Amy scheint es nicht zu schaden. Wenn sie in der Schule disziplinarisch bestraft wird, singt sie "Fly Me To the Moon", bevor der Rohrstock zum Einsatz kommt. Sie singt den Sinatra-Titel sehr sehr oft. Schule und Disziplin sind in ihren Augen überbewertet. Diese Einstellung führt zu einem häufigen Schulwechsel. An insgesamt fünf Londoner Schulen erklingt in den 90er Jahren "Fly Me To The Moon".

Amys Vater Mitchell Winehouse © imago/Matrix

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Wenn sie nicht gerade die Schule wechseln muss, klimpert sie auf der Gitarre ihres großen Bruders Alex oder gründet als Teenager mit ihrer Sandkastenfreundin Juliette Ashby das Rap-Duo "Sweet'n'Sour". Juliette ist der süße Teil. Amy will aus freien Stücken der saure sein. "Spinderella" ist der einzige Titel, den die Nachwuchsmusikerinnen zustande bringen.

Szene aus dem Kinofilm "Amy" © PROKINO Filmverleih/dpa

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Amy als Jazz-Sängerin

Steen Lorenzen im Interview mit Wolf Kampmann.

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Danach steckt sich Amy ein Stück Metall in den Nasenflügel und bereitet sich auf höhere Aufgaben vor. Die Songs, die sie inzwischen schreibt, schickt ihr bester Freund, Soulsänger Tyler James, an verschiedene Plattenlabel. Während James später aufgrund seines ungehemmten Alkoholkonsums in einer Entzugsklinik landet, landet Amy Winehouse bei Island Records. Da ist sie 19 Jahre alt und trägt noch keinen Bienenkorb auf dem Kopf.

Foto © imago/Raimund Müller

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Amy in der Popkultur

Steen Lorenzen im Interview mit Jens Balzer.

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Der Durchbruch

2002 nimmt Amy Winehouse ihr erstes Album auf. Natürlich heißt es "Frank". Wie auch sonst? Schließlich hat sie ihre halbe Kindheit mit dem Singen von Sinatras "Fly Me To The Moon" verbracht. Zufrieden ist sie mit dem Ergebnis allerdings nicht. Das Plattenlabel hat sich ihrer Meinung nach zu sehr in die Produktion eingemischt. 

"Alles Idioten" – wie Amy findet. Und gegen Idioten ist nur ein Kraut gewachsen. Das raucht Amy von nun an vermehrt. Aber auch Crack und Kokain helfen gegen Idioten. Und natürlich Alkohol. Je mehr desto besser. Frank wird trotz der Idioten ein Erfolg. Das spornt Amy an, sich zukünftig auf keine Kompromisse mehr einzulassen. Nicht nur künstlerisch – auch privat.

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Amy Winehouse am 28.04.2004 im Interview mit Marion Brasch.

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Amy Winehouse zu Gast bei radioeins

Die damals 19jährige Londonerin Amy Winehouse war neben Katie Melua der neue Star am Pop-Jazz-Himmel.
Mit ihrem Crossover von Jazz, Pop und Hip-Hop feierte die ausgesprochen selbstbewusst auftretende Engländerin 2004 erste internationale Erfolge.
Am 28. September 2004 gastierte Amy Winehouse mit ihrem Debutalbum „Frank“ im Berliner „Tränenpalast“.
radioeins übertrug das Konzert live und in voller Länge in der Sendung „Free Falling“. Zuvor war Amy Winehouse im radioeins Studio zu Gast bei Marion Brasch...

Foto © radioeins/Ralf Schuster

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Als sie in einer Londoner Kneipe Blake Fielder-Civil kennen lernt, soll er ihr Mann fürs Leben werden. Später wird es heißen, wenn er nicht gewesen wäre, wäre Amy vielleicht nicht gestorben. Fielder-Civil ist eine Art hauptberuflicher Drogenkonsument. Auch härtere Sachen wie Heroin gehören zu seinem Portfolio. Schon bald macht Amy die Erfahrung, dass auch dieser Stoff gegen Idioten hilft. Nur gegen Blake Fielder-Civil hilft er nicht. Leider. Denn der macht sich mit einer anderen aus dem Staub.
Jetzt hat Amy ein Problem. Oder auch zwei: Der Mann fürs Leben ist weg und ihr Körper will ohne die vielen Stoffe gegen die Idioten nicht mehr recht funktionieren. Dagegen hilft nur eins: Die Haare schön machen und zurück ins Tonstudio, um das nächste Album aufzunehmen.

Foto © imago

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Interview mit Prof. Bandelow über Amy

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Erfolge, Leben, Drogen

Mit einem Bienenkorb auf dem Kopf steht Amy Winehouse 2006 im Tonstudio und singt das Album "Back To Black" ein. Der Bienenkorb ist eine Reminiszenz an die Frisuren von Girlgroups aus den 60er Jahren, die sie verehrt. "Back To Black" ist wiederum eine Reminiszenz an Blake Fielder-Civil, dem sie nachtrauert. Fast jeder Song des Albums ist ein morbider Gruß an den Verflossenen. Die Aufnahmen bringen Amy jedoch an die Grenzen ihrer Belastbarkeit. Ihre Lunge arbeitet nicht mehr richtig. Und die vielen Drogen lassen sie immer mehr vergessen, dass ihr Körper auch unsynthetische Nahrung benötigt. Sie magert ab.

Foto © imago/UPI Photo

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Trotzdem wird "Back To Black" ein gigantischer Erfolg. Weltweit schießt das Album in den Charts nach oben. Es hagelt Grammys und andere Preise. Jetzt wäre der richtige Zeitpunkt auf Tournee die Ernte für all die Mühen einzufahren. Doch die Tour wird ein Desaster. Amy stolpert sternhagelvoll über die Bühnen und lallt Unverständliches ins Mikrofon. Die Fans sind sauer und wollen ihr Geld zurück. Auf dem Höhepunkt ihrer Karriere erreicht Amy ihren ersten richtigen Tiefpunkt.

Doch dann geschieht das Unglaubliche: Ein schmaler Streifen Helligkeit erscheint am dunklen Horizont. Achtzehn Monate nach der Trennung klopft Blake Fielder-Civil an Amys Tür und fragt, ob man es nicht noch einmal versuchen wolle. In der Tasche hat er jede Menge Stoff gegen die Idioten. Von nun an geht es wirklich bergab.

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Fakten über Amy Winhouse

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Schlagzeilen

Seit ihre große Liebe Blake Fielder-Civil 2007 wieder an Amy Winehouses Seite ist, findet sie in den Feuilletons der Zeitungen kaum mehr statt. Ihre musikalischen Meriten sind nahezu vergessen.

Viel mehr Auflage lässt sich mit ihren Eskapaden fernab der großen Bühnen machen. „Amy Winehouse beim Crackrauchen gefilmt!“ „Amy Winehouse prügelt sich in Nachtbar!“ Oder „Amy und Blake in Norwegen mit Cannabis erwischt!“ Die Schlagzeilen kennen kein Pardon, seit Amy und Blake in Florida geheiratet haben. Die ganze Welt kann dabei zusehen, wie eine begnadete Musikerin mit Volldampf auf eine Betonmauer zurast.

Foto © imago/Unimedia Images


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Doebelings Verdikt: Amy Winehouse

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Ab und zu gibt sie noch Konzerte. Unter anderem exklusiv auf einer Privatparty des russischen Oligarchen Roman Abramowitsch in Moskau. Sie arbeitet auch an einem neuen Album. Zeit dafür hat sie. Ihr Ehemann sitzt inzwischen eine Haftstrafe im Gefängnis ab. Amy nutzt die Zeit, um sich über ein paar Dinge klar zu werden. Die Ärzte haben ihr unmissverständlich erklärt, dass sie nicht mehr lange zu leben hat, wenn sie weiter Raubbau an ihrem Körper betreibt.

Sie zieht die Konsequenzen, lässt sich von Blake Fielder-Civil scheiden und macht eine Entziehungskur in der Karibik. Doch vergisst man dort anscheinend, sie vom Alkohol zu entwöhnen. Ihr Lieblingsdrink "Rickstasy" – eine Mischung aus Wodka und Baileys – wird ihr Begleiter in allen Lebenslagen bleiben. Viele Lebenslagen gibt es allerdings nicht mehr.



Foto © imago/ZUMA Press

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Im Juni 2011 stolpert sie mit jeder Menge Rickstasy im Blut bei einem Comeback-Versuch über eine Konzertbühne in Belgrad und kann sich kaum auf den Beinen halten. Das Konzert sollte der Auftakt für eine Tournee werden, die daraufhin abgesagt wird.

Gut vier Wochen später wird die 27-Jährige mit 4,1 Promille im Blut tot in ihrer Londoner Wohnung aufgefunden. Die meisten Zeitungen haben den Nachruf bereits in der Schublade liegen.



Foto © imago/ZUMA Press

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Amy Winehouse im
Sommer der Legenden auf radioeins



Foto © imago/Landmark Media




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Übersicht

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Kapitel 1 Jugend

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Vater

Kinostart amy 45888749

Imago50561231h
Kapitel 2 Durchbruch

Amy winehouse frank

Amy r1

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Kapitel 3 Erfolge, Leben, Drogen

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Backtoblack
Kapitel 4 Tod und Wirkung

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